Editorial
Der sich immer
mehr beschleunigende medizinische Fortschritt führt
dazu, dass weder Ärzte,
noch Patienten die Vielzahl der veröffentlichten wissenschaftlichen
Erkenntnisse im Detail verfolgen können.
Völlig widersprüchliche wissenschaftliche Studien verunsichern
nicht nur die Patienten zusätzlich, sondern erschweren
auch vielen Serviceanbieter des Gesundheitssektors
die Orientierung.
Eine Berufs begleitende Weiterbildung ist für die Mehrzahl
der
Ärzte eine
Selbstverständlichkeit - doch welche Informationen haben
über den Augenblick hinaus Bestand und welche erweisen
sich schon nach kurzer Zeit als Irrtum ?
|
|
Die völlig ungesteuerte Informationsüberflutung
bewirkt, dass Ärzte
und Betroffene gleichermaßen immer weniger wissen, wie
sie sich verhalten bzw. welche Ratschläge sie zur
Krankheitsvorbeugung und Therapie erteilen sollen.
Das so entstandene "informative Chaos"
führt unter anderem dazu, dass sich selbst bahnbrechende
wissenschaftliche Erkenntnisse nur mit großer zeitlicher
Verzögerung in der Alltagspraxis durchsetzen.
Daher sollen die auf dieser Website veröffentlichten wissenschaftlichen
Fakten und Informationen insbesondere den medizinisch
nicht vor gebildeten Menschen eine Orientierungshilfe
bieten und so mithelfen, die wissenschaftliche "Spreu"
vom "Weizen" zu trennen.
Dr.
med. Jochen Kubitschek
-Chefredakteur-
|

Die freie Enzyklopädie WIKIPEDIA zum Thema "Evidenz
basierte Medizin"
mehr
|
News
und wissenschaftliche Informationen
22.12.2009
- Messung der Knochendichte bei Osteoporose: IQWiG
(Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im
Gesundheitswesen) veröffentlicht vorläufige Ergebnisse:
Hinweis auf Nutzen für über 65-jährige Frauen
auch ohne Vorfraktur/ Messung kann Frauen erkennen, die durch
eine gezielte Therapie Knochenbrüchen vorbeugen können.
mehr
Asthma-Therapie
mit Inhalatoren:
Krankheits-Management
im Patienten-Alltag - worauf es wirklich ankommt.
PRESSEMITTEILUNG
der
MEDA Pharma GmbH
Mitglieder
des ADMIT-Teams (Aerosol Drug Management Improvement Team)
betonten auf einem anlässlich des Jahreskongresses der
European Respiratory Society (ERS) in Wien veranstalteten
wissenschaftlichen Symposium, dass der richtige Inhalator
für eine erfolgreiche Asthmatherapie von entscheidender
Bedeutung ist. Nur wenn die
ärztlich verordneten Asthmamedikamente
auch wirklich im menschlichen Körper dort ankommen wo sie
ihre pharmakologische Wirkung entfalten können, wird sich
ein Therapieerfolg auf Dauer einstellen.
mehr
Wie
haltbar sind künstliche Hüftgelenke?
Gute Ergebnisse für mehrteilige Implantate aus Titan im Labor
- Heidelberger Wissenschaftler der Orthopädischen Universitätsklinik
Heidelberg ausgezeichnet. Künstliche Hüftgelenke werden
immer sicherer: Moderne mehrteilige Hüftimplantate aus Titan
geben nur winzige Mengen des Metalls in das umliegende Gewebe
ab und sind deshalb voraussichtlich besonders haltbar. Dies
haben Labortests von Wissenschaftlern der Orthopädischen Universitätsklinik
Heidelberg gezeigt.
mehr
Schweinegrippe:
wie gefährlich ist sie wirklich und was sollte man in Hinsicht
auf die angebotene Impfung gegen den Krankheitserreger unbedingt
wissen?
Auf der angesehenen Website Skeptic
(www.skeptic.com)
analysiert die Ärztin und Wissenschaftsjournalistin Dr
Harriet Hall die derzeit bekannten wissenschaftlichen Fakten
rund um die sog. Schweinegrippe und die angebotene, vorbeugend
gegen das Influenzavirus H1N1 wirkende Impfung und entlarvt
dabei unter anderem die Warnungen vor angeblichen gefährlichen
Nebenwirkungen der Impfung als wissenschaftlich nicht begründete
Negativpropaganda.
mehr
Asthma-Therapie: für eine erfolgreiche
Asthmakontrolle kann der optimal passende Inhalator für den
individuellen Patienten wichtiger sein, als das für die Therapie
genutzte Medikament.
PRESSEMITTEILUNG
der
MEDA Pharma GmbH
Asthma Kontrolle lautet das Ziel der modernen Asthmatherapie.
Obwohl die heutigen Medikamente und Inhalationssysteme eine
effektive Asthmabehandlung erlauben, versagt eine leitliniengerechte
Asthmakontrolle oftmals. Der Schlüssel zur Lösung dieses Dilemmas
liegt in einer wirksamen Behandlung der zugrunde liegenden
Atemwegsentzündung: Die korrekte Inhalation der Kortikosteroide
stellt dabei die größte Herausforderung im Alltag der Asthmapatienten
dar. Eine ausreichende Lungen-Deposition des eingesetzten
Kortikosteroids ist essenziell für den Behandlungserfolg und
ist nur durch Patientenschulungen und den Gebrauch eines
geeigneten Inhalators erreichbar.
Ein in Frage kommendes Inhalationssystem ist der
Novolizer ®
von
MEDA-Pharma
- so vier Asthma-Experten anlässlich eines
Medical-Tribune Roundtable-Gesprächs.
mehr
Bluthochdruck-Behandlung:
Die Arterielle Hypertonie, im täglichen Sprachgebrauch auch
Bluthochdruck genannt, ist ein Krankheitsbild, bei dem der
Blutdruck des arteriellen Gefäßsystems chronisch erhöht ist.
Um die Frage nach dem sog. first-line-Medikament
aufgrund wissenschaftlicher Fakten beantworten zu können,
kam jetzt eine Arbeitsgruppe an der Universität von British
Columbia zu dem Ergebnis, dass niedrig dosierte Thiazide die
meisten Vor- und die geringsten Nachteile bieten.
mehr
Antibabypille und Thrombosegefahr:
Orale Kontrazeptiva erhöhen nach wie vor das Risiko für tiefe
Venenthrombosen und Lungenembolien. Dabei ist das Risiko generell
um so größer, je höher die in der Pille enthaltene Östrogenmenge
ist.
mehr
Schokolade - gesund oder schädlich?
Das Image der Schokolade ist bei gesundheitsbewussten Menschen
und auch vielen Ärzten nicht gut. Angeblich macht sie dick,
schädigt die Zähne und fördert die Entstehung einer Zuckerkrankheit.
Doch in letzter Zeit mehren sich die Hinweise darauf, dass
der mäßige Schokoladengenuss das Risiko für Herzinfarkte deutlich
absenkt. In einer wissenschaftlichen Studie konnten schwedische
Forscher zeigen, dass Herzinfarktpatienten die dreimal in
der Woche dunkle Schokolade aßen ein niedrigeres Risiko hatten
erneut eine Herzattacke zu bekommen.
mehr
(Spiegel online)
Bluttest
für Risiko eines künstlichen Knie-/Hüftgelenks
entdeckt. Forscher des Universitätsklinikums
Erlangen haben gemeinsam mit Kollegen der Medizinischen Universität
Innsbruck einen Bluttest entwickelt, mit dem das Risiko einer
Hüft- und Kniegelenkarthrose vorausgesagt werden kann.
mehr
Strahlenschützer sehen sich bestätigt:
UV-Strahlung von Solarien definitiv krebserregend: Das Bundesamt
für Strahlenschutz (BfS) sieht sich durch die Internationale
Agentur für Krebsforschung (IARC) bestätigt, dass
UV-Strahlung in Solarien definitiv krebserregend ist. "Wir
warnen schon lange vor einem Solarienbesuch und raten auch zu
einem vernünftigen Umgang mit der natürlichen Strahlung
der Sonne" mehr
Asthma Diagnose
bei Kleinkindern: Zuverlässigkeit
und Nutzen von Diagnoseverfahren für Asthma bei Kleinkindern
ist unklar. Laut Studien kann kein Test die Erkrankung im Vorschulalter
sicher feststellen.
mehr
Selen als Nahrungsergänzung
kann
Diabetes-Risiko
steigern.
Berlin - Nahrungsergänzungsmittel
mit Selen sollten nicht ohne Empfehlung des Arztes eingenommen
werden. In einer sieben Jahre dauernden Studie nahmen mehr als
1.200 Gesunde täglich 200 Mikrogramm Selen oder ein wirkstofffreies
Placebo ein. Das Risiko, an einem Diabetes Typ 2 zu erkranken,
stieg bei Seleneinnahme um 50 Prozent, so die im Jahr 2007 publizierte
Studie. Der endgültige Nachweis des Zusammenhangs zwischen
Seleneinnahme und Diabetes steht allerdings noch aus.
mehr
Schutzimpfung gegen Gebärmutterhalskrebs:
renommierte Experten fragen wie wirksam die
Impfung wirklich
ist? Wissenschaftler fordern
Neubewertung der Empfehlung für die HPV-Impfung. Die irreführende
Kampagne wird scharf kritisiert.
mehr
Übersichtsartikel zum Thema Fortschritte
in der
Alternativmedizin
(British Medical Journal).
hier
Herzinfarkt-Vorbeugung:
die empfohlene medikamentöse
Senkung erhöhter Homozystein-Blutwerte durch die Einnahme von
Folsäure und den Vitaminen B6 und B12 vermindert bei Frauen
ein bereits erhöhtes Herzinfarkt-Risiko nicht. mehr
Abnehmen
bei Übergewicht: Zahlreiche Diäten
werden angeboten wenn es um die Gewichtsreduktion geht. Deren
Effizienz ist aber umstritten und vor allem die Auswirkungen
der Diäten auf die Gesundheit machen vielen Übergewichtigen
Sorge.
In diesem Zusammenhang wurden nun in dieser
im angesehenen New England Journal of Medicine veröffentlichten
Studie 322 mittelgradig übergewichtige Personen über zwei Jahre
regelmäßig untersucht.
mehr
Herzinfarktrisiko
ist bei Vitamin-D-Mangel deutlich erhöht: an
der Health Professionals Follow-up
Study nahmen 18225 Männer teil. Die Analyse der Vitamin D-Blutwerte
zeigte, dass es auch nach Berücksichtigung anderer Risikofaktoren
für Herzinfarkt eine enge Verbindung zwischen dem Vitamin-Blutspiegel
und dem Herzinfarktrisiko gibt.
mehr
Das Institut für Qualität und
Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) bewertet neueste
Forschung zum Thema Allergien. Das Resultat:
Die spezifische Immuntherapie (SIT und SLIT) wirkt bei vielen
Allergikern.
mehr
Hausstaubmilbenallergie:
Schutzmaßnahmen versagen auf ganzer Linie.
Weder die durch Hausstaubmilben-Allergene
verursachte Asthma-Symptome, noch der Verbrauch an teuren Asthma-Medikamenten
lassen sich durch die heute verfügbaren physikalischen und chemischen
Schutz-Maßnahmen gegen Hausstaubmilben bessern, bzw. absenken.
mehr
Bandscheiben-OP: Die in Deutschland
pro Jahr durchgeführten 30.000 Bandscheiben-Operationen sind
offenbar oft "für die Katz". Diese aufwändigen
und risikobehafteten Wirbelsäulen-Operationen sind heute selbst
bei vielen orthopädischen Chirurgen umstritten. Das ist das
Ergebnis einer aktuellen Analyse der weltweiten Literatur, die
in Berlin beim diesjährigen Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie
von Düsseldorfer Orthopäden vorgestellt wurde.
mehr
Akute Rückenschmerzen: Die Wirkung
der international empfohlenen Standardtherapie (Paracetamol
und Beratung durch den Allgemeinarzt) lässt sich bei unkomplizierten
Fällen von akutem Rückenschmerz nicht durch zusätzliche und
mit Nebenwirkungen belastete Behandlungsmethoden (Rheumamittel
wie Diclofenac und/oder Chirotherapie durch Physiotherapeuten)
weiter beschleunigen. Auf diese teuren und mit Nebenwirkungen
behafteten Therapien kann daher nach Meinung der Experten im
Regelfall verzichtet werden.
mehr
Misteltherapie: Studie aus Deutschland
und der Schweiz belegt- Mistelextrakt hilft Darmkrebspatienten
mehr
Aspirin senkt das Darmkrebs-Risiko:
Die Auswertung der bisher erhobenen Daten
zum Thema "Langzeiteinnahme von Aspirin und Darm-Krebsrisiko?"
zeigt, dass die über 5 Jahre erfolgte Einnahme von mindestens
300 mg Aspirin pro Tag in der Lage ist, das Darmkrebs-Risiko
deutlich zu senken. Dieser Nutzeffekt wird frühestens 10
Jahre nach dem jeweiligen Studienbeginn erkennbar.
mehr
Multivitamin-Tabletten können das Sterberisiko
erhöhen: Antioxydatien wie die Vitamine A, Beta-Karotin,
C , E und Selen werden weltweit von Millionen von Menschen
in der Hoffnung eingenommen mit dieser Maßnahme ihre Gesundheit
zu verbessern, bzw. ihr Leben zu verlängern. Jetzt bewies
eine in Dänemark und Italien erarbeitete und im Fachblatt Journal
of the American Medical Association (JAMA) publizierte
Studie , dass diese weit verbreiteten Hoffnungen offenbar auf
unbegründeten Vorurteilen basieren und somit nicht berechtigt
sind.
mehr
Englischen Forschern gelang es die
positive Wirkung eines neuartigen Krebsmedikaments nachzuweisen:
Die bisher bei Krebserkrankungen zum Einsatz kommenden hochtoxischen
Chemotherapien haben meist enttäuscht. Daher suchen Forscher
weltweit nach Alternativen. In der vorliegenden Studie konnte
erstrmalig die Wirkung des Stickoxid-Synthese-Hemmers N-nitro-L-arginine
(L-NNA) nachgewiesen werden.
mehr
Im British Medical Journal listen David
Isaacs, clinical professor und Dominic Fitzgerald,
staff physician mit echt britischem Humor die real existierenden
Alternativen zur "evidence based medicine". Damit
beantworten sie die Frage "Was tun wenn es keine Therapie
gibt, die sich auf wissenschaftlich überzeugende Beweise
stützen kann?
mehr
Immer wieder klagen Menschen über gesundheitliche
Probleme, die durch elektromagnetische Felder weit unterhalb
der bestehenden Grenzwerte ausgelöst werden sollen. Diese so
genannten "Elektrosensiblen" geben dabei beispielsweise
Handystrahlung oder so genannten Elektrosmog als Ursache für
eine Vielzahl von Beschwerden an. Bei Versuchen in den Berliner
Laboren der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin
(BAuA) reagierten elektrosensible Personen nicht auf elektromagnetische
Felder.
Elektrosensibilität: Wissenschaftliche
Studie überführt Umwelt-Neurotiker
mehr
"Elektrosensibilität":
ein rein psychologischer Effekt?
mehr
Zusammenhang zwischen Obst- und Gemüseverzehr und Krebserkrankungen
des oberen Verdauungstraktes - Neue Ergebnisse der EPIC-Studie:
Wer täglich Obst und Gemüse isst, hat ein geringeres Erkrankungsrisiko
für Mund-, Rachen-, Kehlkopf- oder Speiseröhrenkrebs. Dabei
profitieren eher Männer (12%) als Frauen (4%) von einem solchen
Ernährungsverhalten, da die Risikoabsenkung besonders bei Personen
mit geringem Konsum (<300 Gramm/Tag) zum Tragen kommt.
mehr
Kontrollierte
Modellstudie von Zellen - ein Biochip als Minilabor
Wissenschaftler
können jetzt erstmals die Wirkung von Antibiotika unter
komplexen Bedingungen testen, die beispielsweise der Situation
von Patienten mit infizierten Kathetern vergleichbar sind.
von Dr. Joachim Eiding
mehr
Überlegungen
zur evidenzbasierten Medizin (EbM) im Hinblick auf ihre Eignung
als Werkzeug, um die bisherige Medizin zu reformieren
von Dr. med. Karl-Heinz Bayer
mehr
Aspirin und andere populäre Schmerzmittel
senken das Risiko für Haut- und Speiseröhrenkrebs
Australische Forscher betonten, daß die Wirkung der das
COX-1-Enzym beeinflussenden Wirkstoffe nicht auf die squamösen
Haut-Krebse beschränkt ist, sondern prinzipiell auch bei
anderen bösartigen Tumoren zu erwarten ist. Und in der
Tat belegt eine nahezu zeitgleich im Fachblatt The Lancet publizierte
Studie, daß Aspirin auch die Entwicklung von Speiseröhrenkrebs
verhindern kann. mehr
Beschneidung stoppt HIV.
Französische Forscher präsentieren im Journal
Plos Medicine eine an über 3.000 Männern durchgeführte
Studie
Einer Studie der französischen Agentur für Aids und Hepatitis
ANRS http://www.anrs.fr zufolge, könnte die Beschneidung das
HIV-Risiko unter Männern drastisch senken. Die Forscher haben
in Südafrika mehr als 3.000 Männer untersucht. Demnach
könnten sieben von zehn Infektionen durch Beschneidung verhindert
werden, meint Studienleiter Bertrand Auvert.
mehr